Der Kastenhof – Industriegeschichtliche Sammlung
Die Erstellung des „neuen“ oder „unteren“ Getreidekastens erfolgt auf besonderen Befehl
des Herzogs im Jahr 1477/78.
Auf vier übereinander angeordneten großflächigen Speicherflächen lagert das Getreide der
abgabepflichtigen Untertanen. Im österreichischen Erbfolgekrieg 1743 wird der Bau durch
Brandschatzung schwer beschädigt. 1750 wiedererrichtet nutzt der Staat das Gebäude bis
zum Jahr 1849 weiter als Getreidelager. Zehn Jahre später, 1859, erwirbt die Stadt das
Gebäude und verpachtet es. Nachdem verschiedene Nutzungsmöglichkeiten des Getreidekastens
diskutiert wurden, reifte 1886 der Entschluss ein Schulhaus zu errichten. Nach
umfangreichen Umbaumaßnahmen wird 1892 schließlich die Knabenschule eröffnet. Die
schulische Nutzung geht 2003 mit dem Auszug der Herzog Georg Schule zu Ende. Ab Mitte
2008 erhält das Kastengebäude nach der über 100-jährigen Schulnutzung eine neue, museale
Funktion. Die industrielle Entwicklung der Stadt Dingolfing wird auf ca. 1000 qm
Präsentationsfläche gezeigt. Eine Entwicklung, die geprägt von der Fa. Glas, einmalig in
unserem Land ist und nur in Dingolfing am Originalstandort dargestellt werden kann.