Geschichte Herzogsburg
Die Herzogsburg, aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhundert, wird bereits seit 1959 als
stadtgeschichtliches Museum genutzt. Mit der reich gegliederten Fassade ist das Gebäude
der Blickfang in der Oberen Stadt. Den Namen erhält das Bauwerk mit der beginnenden
Geschichtsforschung im 19. Jahrhundert. Das Gebäude wird seit der Erbauung um 1410 im
Erdgeschoss als Amtssitz des Kastners, im Speicher als Getreidelager und im Obergeschoss
als Repräsentationsbereich, vor allem für den Herzog und seine hochrangigen Gäste genutzt.
Kaiser Friedrich III. logierte hier im Jahre 1475 auf dem Weg von der Landshuter Hochzeit
zurück zu seiner Residenz in Linz. Im Zuge der Reform der Ämterorganisation wird der
Kastenhof und der benachbarte Pfleghof 1603 veräußert. 1956 erwirbt die Stadt Dingolfing
das denkmalgeschützte Haus und errichtet das örtliche
Heimatmuseum. Von 1997-1999 wird das Gebäude generalsaniert und die Ausstellung neu konzipiert.
Die Stadtgeschichte Dingolfings von der Jungsteinzeit bis hin zur jüngsten Vergangenheit wird mit Hilfe von
1500 Ausstellungsobjekten in Szene gesetzt.